Am 12. September 2026 starteten 46 Frauen pünktlich um 9 Uhr an der Ringstraße zu einem gemeinsamen Tag in Belgien.
Erstes Ziel: das Wasserschloss Alden Biesen in Rijkhoven, vor den Toren des Hespengaus. Die ehemalige Kommende des Deutschen Ordens begann um 1220 als Hospital – um das herum sich nach und nach die heutige Schlossanlage entwickelte. Von den frühen Bauten ist kaum etwas erhalten, außer den ausgegrabenen Resten einer dreischiffigen Kapelle aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Ab 1543 entstand neben der Kapelle auf alten Grundmauern das Wasserschloss, das um 1700 zur Barockresidenz mit Ziergarten und Orangerie umgebaut wurde. Ein großer Brand zerstörte 1970 große Teile des Schlosses; der belgische Staat kaufte die Ruinen und ließ das Schloss in den folgenden 20 Jahren wieder aufbauen. Heute ist Alden Biesen Kulturzentrum der Flämischen Gemeinschaft und Museum zur Geschichte des Deutschen Ordens. Aufgeteilt in zwei Gruppen genossen wir eine kurzweilige Führung durch Schlossanlage, Museum, Kirche und Gärten.
Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen im Restaurant „De Boomgaard“ ging die Fahrt weiter nach Tongeren, der zweitältesten Stadt Belgiens. Liebfrauenbasilika (12. Jh.), Beginenhof (13. Jh.) und die mittelalterliche Stadtmauer lockten – allerdings mit einem nicht einkalkulierten Extra: Die Herbstkirmes hatte die ganze Stadt im Griff. Zwischen Buden, Karussells und Zuckerwatte bahnten wir uns unseren Weg und erkundeten Tongeren auf eigene Faust.
Der Wettergott reiste freundlicherweise mit und hielt uns den Regen vom Leib. Um 16.30 Uhr waren alle wieder pünktlich am Bus, der uns wohlbehalten nach St. Donatus brachte – zufrieden und reich an neuen Eindrücken von einem schönen gemeinsamen Tag in Belgien!